Almanca Atatürk'ün Sözleri ve Hayatı (Atatürk's Zitate und das Leben Atatürks)

Almanca Atatürk'ün Sözleri ve Hayatı (Atatürk's Zitate und das Leben Atatürks)

Almanca Atatürk'ün Sözleri (Atatürk's Zitate)

Glücklich ist der Mensch, der sagt: "Ich bin Türke!"

Ne mutlu türküm diyene!

Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt!
Yurtta sulh cihanda sulh!

Meine ganze Hoffnung liegt in der Jugend.
Bütün ümidim gençliktedir.

Bugünün küçüğü yarının büyüğüdür. Das heutige Kinde ist der Erwachsene der  Zukunft (von morgen). 

“Hakimiyet miletindir”
“Die Souveränität gehört der Nation”

"Öğretmenler! Yeni nesil sizlerin eseriniz olacaktır”

Geehrte Lehrerinnen/Lehrer! Die neue Genaration wird Euer Werk sein”

“Köylü milletin efendisidir!”
“Der Bauer ist der Herr der Nation”


Almanca Atatürk'ün Hayatı (Das Leben des Atatürks)

"Friede im Lande, Friede in der Welt“. Atatürk

29. Oktober 1923 Tag der Republik

Im Oktober des Jahres 1914 tritt das Osmanische Reich an der Seite von Deutschland und Österreich-Ungarn in den Ersten Weltkrieg ein. Trotz deutscher Unterstützung kann sich die Armee in dem Mehrfrontenkrieg nicht behaupten, ab 1915 befinden sich die osmanischen Soldaten fast permanent in der Defensive.

Besonders verlustreich endet ein Aufeinandertreffen mit Russland im Kaukasus. Mehr als 70.000 Osmanen kommen ums Leben. Verteidigen können die Osmanen hingegen die Halbinsel Gallipoli im Jahr 1915. Der Sieg bei den Dardanellen bringt dem damals 34-jährigen Mustafa Kemal die Beförderung zum General. In der Heimat erhält er fortan den Beinamen "Retter von Istanbul".

Kemals Erfolg kann den Sieg der Entente aber nicht verhindern: Am 31. Oktober 1918 unterzeichnet das Osmanische Reich in Mudros den Waffenstillstand. Fortan ist nahezu die gesamte Türkei durch Großbritannien, Frankreich, Italien und Griechenland besetzt.

Das Land gleicht zu diesem Zeitpunkt einem Trümmerhaufen: Große Teile der Eisenbahnverbindung sind zerstört, die Lieferung von Lebensmitteln stagniert, Krankheiten breiten sich aus.

In vielen Landesteilen organisiert sich Protest gegen die Besatzung. Kemal reist an die Schwarzmeerküste, nach Samsun, wo er beginnt eine Widerstandsbewegung zu organisieren. Seine Ankunft dort am 19. Mai 1919 gilt als Beginn des "Befreiungskrieges". Bei den Wahlen im Dezember erreicht die Befreiungsbewegung eine Zweidrittelmehrheit und verlegt ihren Sitz nach Ankara. Kurz darauf gründet Kemal die Nationalversammlung, deren Vorsitzender er wird und die eine gegen den Sultan gerichtete Regierung ernennt.

Am 10. August 1920 unterzeichnet die Regierung in Konstantinopel den Friedensvertrag von Sèvres, den Ankara nicht anerkennt. Der Vertrag sieht die Zerstückelung des Vielvölkerstaates vor.
Nach den Plänen der Entente hätte das Osmanische Reich als Mittelmacht des Ersten Weltkriegs fast 80 Prozent seines Territoriums verloren. Der Einmarsch des griechischen Militärs bei Izmir und die Besetzung von Teilen des Landes durch französische, italiaenische  und britische Truppen im Jahr 1919 erzeugten ein Trauma, das in der Türkei bis heute nachwirkt. In den folgenden politischen und militärischen Wirren erwies sich General Mustafa Kemal als der Retter in der Not. Schon damals aufgrund seiner militärischen Leistung bei der Verteidigung von Gallipoli als Volksheld verehrt, hatte er Gefolgsmänner um sich geschart, die den bewaffneten Kampf gegen die Besatzer aufnahmen. Für die türkische Bevölkerung waren die nationalen Widerstandsgruppen der letzte Hoffnungsschimmer. Und wirklich: Am Ende der Befreiungskriege 1922 stand Mustafa Kemal als siegreicher Mann da. Das Sultanat war diskreditiert und der Weg frei für Kemals Vision einer neuen Türkei – mit ihm an der Spitze. Der Vertrag von Sèvres wird durch jenen von Lausanne revidiert und legt die bis heute gültigen Grenzen der Türkei fest. Am 24. Juli 1923 unterzeichnen die Siegermächte des Ersten Weltkriegs und die neue türkische Nationalregierung schließlich den Vertrag von Lausanne und erkannten damit die neu gegründete Republik an. Im darauf folgenden Monat wurde die Partei Mustafa Kemals gegründet, die Republikanische Volkspartei (CHP), in der sich viele Mitglieder der Jungtürken wieder fanden. Damit endete die langjährige Herrschaft des Osmanischen Reiches und des Sultanats. Um ein demokratisches und laizistisches Land zu werden, wurden tiefgreifende Gesetze im politischen, wirtschaftlichen, juristischen sowie sozialen Bereich und auf Bildungsebene verabschiedet, die das ganze Land von Kopf bis Fuß, im wahrsten Sinne des Wortes, veränderten. Am 29. Oktober 1923 rief Mustafa Kemal schließlich die türkische Republik aus und wurde zum ersten türkische Staatspräsidenten ernannt, der er bis zu seinem Tode blieb. Mit der Einführung der Republik wurde das Kalifat – eine islamische Regierungsform – abgeschafft. Das Sultanat war schon 1922 abgeschafft worden. Mustafa Kemal, später Atatürk („Vater der Türken“) genannt, öffnete die aus dem Osmanischen Reich hervorgegangene Republik gegen Westen, führt tiefgreifende Gesellschaftsreformen durch und verwandelt die Türkei in einen säkularen Staat. 
Besonders bekannt ist die "Kleiderreform" Kemals: Der Fez, die traditionelle Kopfbedeckung der Männer, wird verboten und durch den Hut ersetzt. Frauen wird untersagt, einen Schleier zu tragen (1925). Ferner wurden die Logen der islamischen Orden verboten. Im Jahr 1926 wurde das Zivilrecht der Schweiz übernommen, die Polygamie und religiöse Eheschließungen abgeschafft, 1926 veranlasst Kemal die Umstellung auf den Gregorianischen Kalender, das metrische System und die lateinische Schrift. im Jahr 1928 wurde der Islam als Staatsreligion aus der Verfassung gestrichen.  Es folgten das deutsche Handelsrecht und das italienische Strafrecht. Im gleichen Jahr erfolgte die Umstellung von arabischer Schrift auf das neue türkische Alphabet, ab 1932 musste der Gebetsruf, anders als in allen anderen arabischen Ländern, in Türkisch erfolgen.

Auf lokaler Ebene erhielten Frauen am 3. April 1930 das aktive und passive Wahlrecht.Die nationalen Wahlen von 1934 waren die ersten auf nationaler Ebene, an denen Frauen teilnehmen durften.Seit 1934 konnten Frauen in die Große Nationalversammlung gewählt werden.1935 saßen erstmals Frauen im Parlament. Es war eine Gruppe von 18 von Frauen.Dies entsprach 4,5 Prozent der Abgeordneten und war die höchste Zahl weiblicher Abgeordneter in Europa zur damaligen Zeit

Frauen wurden den Männern gleichgestellt. Im gleichen Jahr verlieh das Parlament Mustafa Kemal den Titel Atatürk, zum Vater aller Türken, ein Name, der bis heute als Synonym für seinen Person gilt und Kemal zur Ikone der Türkei stilisierte. Mit der Ausrufung der Republik wurde die Hauptstadt von Istanbul nach Ankara verlegt.

Am 10. November 1938 starb Mustafa Kemal Atatürk mit 57 Jahren. 

Wir können die wichtigsten Reformen, wie folgt zusammenfassen:

Abschaffung des Sultanats und Kalifats, Gründung der türkischen Republik
Abschaffung von Medresseen (geistliche Schulen)
Abschaffung der Schariagerichte
Einführung des neuen bürgerlichen Gesetzesbuches
Einführung des Laizismus
Erneuerung der Schulprogramme nach zeitgenössischem- und nationalem Bedarf
Gründung von neuen modernen Universitäten
Einführung von Frauenrechten
Neues Bekleidungsreformgesetz, Abschaffung des Fes
Verbot von Sekten und Schliessung der Tekkeen
Einführung des lateinischen Alphabetes
Säuberung der türkischen Sprache von Fremdwörtern
Einführung des aussenpolitischen Leitsatzes: „Friede im Lande, Friede in der Welt“.

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